Ringe:

 Wie komme ich an Ringe zum flechten wird wohl die erste Frage sein die man sich am Anfang stellt.
 Da es sich ja nur um aufgewickelten Draht handelt der aufgeschieden wurde ist das selbermachen kein Problem,
 aber es gibt auch Händler die Ringe oder Würmer (wie der aufgewickelte Draht genannt wird) verkaufen.
 Es ist eine Frage des Geldes ob das selbermachen lohnt oder gekaufte Ringe billiger sein können.
 

Vorteile beim Selbermachen sind:
 man kann jedes geignete Material benutzen
 Just in Time es müssen nicht immer Ringe auf Vorrat
gekauft werden

  

Vorteile beim Ringkauf:
Zeitersparnis da nicht erst gewurm und geschieden werden muss.
Man bekommt auch sehr hartes Material (z.B.Federstahl)

Nachteile beim Selbermachen sind:
 Man braucht etwas Werkzeug (Akkubohrer,
Seitenschneider oder Belchschere) was auch ca 50 kostet.
Sehr Zeitaufwendig

Nachteile beim Ringkauf:
Die Ringe kosten Geld
Man ist auf den Lieferanten angewiesen
Hat der Laden Urlaub ist erstmal Pause mit dem Knüpfen angesagt

 

Wurmholz

 

 

Für ein Kettenhemd benötigt man eine große Menge Ringe. Daher sollte man sich das Herstellen der Ringe so einfach wie möglich machen. Ich wickele den Draht nicht mit der Hand um den Stab sondern Drehe den Stab mit eine Bohrmaschine. So schaffe ich es einen 50 cm langen Wurm in etwa 30 sec zu wickeln.

 

Zur Vorbereitung:

Als erstes Braucht man ca 15 Kilo je nach Zweck 1,2-2 mm dicken Draht. Ohne Möglichkeit solche Menge Draht zu organisieren braucht man nicht anfangen die Anderen Sachen zu besorgen . Einzelne Ringe kann man sich auch kaufen. Das nächste ist die Drehzahl geregelte Bohrmaschine und der Wurmstab den man sich herstellen muß. In ein ca 50-60 cm Langes Rundeisen wird, ca 4 cm von einem Ende, ein 2,2 mm Loch gebohrt. Durch Dieses wird der Draht beim wurmen gefädelt da mit er sich aufwickelt. Zum Scheiden braucht man eine Kneifzange. Ich empfehle eine Blechschere ,deren unterer Griff in einem Schraubstock geklemmt wird und der obere Griff mit einem Rohr verlängert ist. Das spart eine menge Kraft

 

Wat nen Wurm

Hat man alles beisammen kommt das wurmen. Den Draht hat man hoffentlich auf einer Rolle mit kleinen Loch bekommen. Dann kann die Rolle mit einem Besenstiel und zwei Stühlen aufgebaut werden. Der Wurmstab wird mit dem Lochende in das  Bohrfutter gespannt. Da mit der Wurmstab nicht so schlackert und das Kugellager der Bohrmaschine länger hält wird ein Wurmklotz benutzt. Der Stab wird durch das Loch geführt. Der Nagel im Klotz dient zur Führung des Drahtes, da mit sich dieser nicht über schon gewickelten Draht legen kann.

 

Scheidung am laufendem Band

Hat man einige Würmer fertig, geht es ans scheiden. Um Kraft zu sparen nutzt man das Hebelgesetz aus. Am besten ist es wen man einen Schraubstock benutzt aber zur Not reicht auch eine Schraubzwinge mit welcher, der untere Griff der Zange auf einem Tisch befestigt wird. Das ist aber nicht so sicher wie die Benutzung eines Schraubstockes der fest montiert ist! Den oberen Griff verlängert man mit einem Rohr ca 50-60 cm. Wird die Länge des Griffes verdoppelt, halbiert sich die benötigte Kraft bei gleichzeitiger Verdoppelung des Weges. Und man sollte darauf achten wieweit die Zange geschlossen wird da mit sich die Ringe nicht zu sehr auf biegen

Die Große Blechschere

Wurmholz und Schrauber in Stellung

Draht ins Loch

Jetzt gehts rund

Noch nicht fertig

Zum Ende auf die Finger aufpassen

Ansetzen

und feste Drücken

Fertig sind die ersten Ringe

Es werden aber noch mehr gebraucht